Narrativ

Vorweg: In dem investigativ-interaktiven Spiel Globale Alternative geht es zuvorderst darum, auf der Grundlage von 12 Spielregeln ein funktionierendes alternatives Gesellschaftssystem zu entwickeln und vorstellbar werden zu lassen. Die Probleme, die es in dem Spiel zu lösen gilt, sind also die einer fiktiven, aber gleichzeitig real möglichen Welt. Wir nennen sie einstweilen schlicht ‚Neue Welt‘.

Dieses Narrativ soll den Brückenschlag zur Neuen Welt erleichtern. In Teil I wird beschrieben, wie es zum Wandel bzw. Systemwechsel kam. In Teil II (derzeit noch in Arbeit) tauchen wir mit den Protagonisten Clara und Toni ein in die Neue Welt, wie sie sich im Sommer 2028 den Mitspielern darstellt.

Bei alledem ist von besonderem Reiz, dass die im Spiel vorgestellte Neue Welt nicht in einer weit entfernten Zukunft oder gar auf einem anderen Planeten liegt oder überhaupt völlig unrealistisch-fiktiv ist, sondern unsere gegenwärtige Welt in wenigen Jahren ablöst. Die Mitspieler können also einen direkten Vergleich zwischen den Systemen ziehen, ihre sie im Spiel vertretenden Protagonisten können sich noch sehr gut an die Alte Welt ‚erinnern‘. Dass dabei Fragen zum eigentlichen Systemwechsel und den mit ihm notwendig einhergegangenen Problemen auftauchen, liegt auf der Hand.

Tatsächlich sind diese Probleme indessen nur dann für die Mitspieler von Globale Alternative ein Thema, wenn sie auch fast ein Jahr nach dem Systemwechsel noch eine Rolle spielen. Der Wechsel selbst ist indessen vollzogen, und die vordringlichste Aufgabe der Mitspieler besteht darin, das Miteinander und die Versorgung in der Neuen Welt so zu organisieren, dass diese zu einem funktionierenden Ganzen wird.

Narrativ – Teil I

Wir schreiben das Jahr 2027.

Die Klimaerwärmung und die mit ihr einhergehenden Wetterturbulenzen setzen allem Leben auf der Erde bereits stark zu. Wie in einem dynamischen Wirbel verknüpfen sich die Effekte des Raubbaus an den natürlichen Ressourcen der Erde mit denen der Verbrennung von fossilen Energieträgern und lassen erstmals erahnen, dass die Welt, so wie sie sich den Menschen über ihre gesamte Entwicklungsgeschichte hinweg präsentierte, endgültig auf der Kippe steht.

Ein Weiter-wie-bisher ist schlicht ausgeschlossen.

Wachstum gibt es in keinem der Volkswirtschaften mehr, dafür umso üppiger auf dem Markt der Probleme und Katastrophen. Die Flüchtlingsströme schwellen täglich an, Finanzkrisen beuteln die Nationen, es toben Bürgerkriege auch in Ländern, in denen dies noch wenige Jahre zuvor unvorstellbar erschien. Es werden wieder Kriege um Wasser und Nahrungsmittelressourcen geführt.

Die Steinzeit lässt grüßen.

Gar nicht steinzeitlich ist indessen der Einsatz von Cyberwaffen und vor allem der unmittelbar drohende von Nuklearwaffen.

Tatsächlich ist es dann auch die Kernspaltung, die das Fass zum Überlaufen bringt, allerdings die friedlich genutzte. Im Januar 2027 ereignet sich an der Westküste der USA ein Supergau, der große Teile des bis dahin dicht besiedelten und industrialisierten Gebietes unbewohnbar macht. Das Ereignis verpasst der ohnehin ins Wanken geratenen Supermacht einen weiteren Schlag. Seltsamerweise ist es dieser Unfall, der weltweit die Stimmung der Menschen noch vor den Fischbeständen kippen lässt, so dass die legendären Jugendbewegungen ‚Fridays for Future‘, ‚Ende Gelände‘ und ‚Extinction Rebellion‘, die sich 2020 vehement radikalisiert hatten und daraufhin von allen Staaten in seltener Einmütigkeit niedergeschlagen worden waren, erneut aufflammen und weltweit Menschen in Milliarden auf die Straße treiben.

Das ist eine neue Dimension, sowohl zahlenmäßig als auch dem Inhalt der Forderungen nach. Ohne Wenn und Aber richtet sich die Kritik gegen das weltweit agierende Wirtschaftssystem und den blinden Fortschrittsglauben seiner Vertreter. Die Versprechen der Industrieländer, mittels marktwirtschaftlicher Mechanismen die Probleme lösen zu können, werden als bösartige Augenwischerei angeprangert.

Schließlich kommt es zu einer koordiniert-globalen Streikwelle, die die Wirtschaft abrupt in die Knie zwingt.

Wie konnte es soweit kommen?

Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Ihre Analysen ergeben, dass mit der Einführung von Zahlungsmitteln der Beginn einer Entwicklung einsetzte, die zur Geld- und Profitwirtschaft führte und damit zu einem Finanzsystem, in dem die ungeheuren Auswüchse zur Ausbeutung menschlicher Arbeits- und Schaffenskraft, zu hemmungslosem Profitstreben und zur systematischen Zerstörung der natürlichen Grundlagen angelegt waren. Die dem kapitalistischen System immanente Logik verhindere indessen jegliche Reform des Systems, da jede Veränderung das System als Ganzes akut gefährde. Mit anderen Worten: Der Kapitalismus sei reformresistent.

Obgleich es an Kritik an diesem Befund nicht mangelt und die Festlegung auf die kapitalistische Ökonomie als reduktionistisch bezeichnet wird, findet in Fachkreisen doch breite Anerkennung, was als ‚problematische Auswirkungen monetären Wirtschaftens‘ kurzgefasst werden könnte. Selbst das einfachste und unschuldigste Tauschäquivalent berge in sich alle Anlagen zu Akkumulation, Spekulation und individueller Bereicherung, heißt es nun folgerichtig. Die von der Volkswirtschaft stets ins Feld geführte Unverzichtbarkeit des Geldes als Regulativ von Angebot und Nachfrage sei überdies erstmals hinfällig. Grund: mittels der Möglichkeiten der IT ließe sich das Wirtschaften völlig neu und so organisieren, dass weltweit eine vernünftige und auf den Bedarf abgestimmte Produktion realisierbar werde. Außerdem könnten mit ihr wesentlich effektiver Projekte von globalem Interesse koordiniert und durchgeführt werden, da dem weder nationale noch Konzerninteressen, weder Monopole noch Patente mehr entgegenstünden. Anbaumethoden, Wasserschutz und -nutzung, Rückgewinnung von Böden, Wiederaufforstung, der Umgang mit fossilen Energiequellen und Rohstoffen und der mit wissenschaftlichen Erkenntnissen seien da zum Beispiel zu nennen, aber auch der Aufbau eines nachhaltig betriebenen Verkehrs- und Telekommunikationsnetzes.

2027 ist also nun das Jahr, in dem sich endgültig und drastisch auch das Ende jener Welt abzuzeichnen beginnt, die einst ewigen Wachstum, Wohlstand und Freiheit versprach. Ein Gipfeltreffen in Sidney, Australien – eine der vielen küstennahen Großstädte, die bereits vom steigenden Meeresspiegel akut bedroht sind –, zu dem im Juli 2027 sowohl die Repräsentanten aller Nationen als auch Wissenschaftler aus der ganzen Welt geladen sind, gerät zu einer dreimonatigen Krisensitzung. Während die Menschen auf der nördlichen Halbkugel unter einem extrem heißen Sommer mit zahlreichen Todesopfern leiden, in Kanada, Russland und Südeuropa gigantische Waldbrände wüten und ein Taifun Taiwan verwüstet, ringen sich die Beteiligten in einem geradezu heroisch-verzweifelten Akt zu der Einsicht durch, dass einzig der Übergang in eine eigentums- und herrschaftsfreie globale Gesellschaft die öko-ökonomische Wende einläuten kann (Verdikt von Sidney im Oktober 2027).

Erstmals seit der industriellen Revolution soll nun die Produktion von Gütern, Technik und Wissen nicht mehr profitorientiert generiert und genutzt werden, sondern allein der Versorgung aller dienen. Hat die Industrialisierung einst die Produktionsverhältnisse revolutioniert und die Marktwirtschaft geschaffen, so soll nun die Kommunikations- und Computertechnik die nächste Revolution hin zur Organisation einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft einläuten.

Laut Berechnungen sei diese Neuorganisation nicht nur relativ einfach umzusetzen – überdies könne davon ausgegangen werden, dass eine derartige Produktion erheblich zur Schonung von Natur, Ressourcen sowie menschlicher Arbeitskraft und -zeit führen wird.

Im Verdikt von Sidney werden 12 Regeln festgeschrieben, die grundlegend und zugleich richtungsweisend für den angestrebten Wandel sind:

  • Es gibt kein Geld und kein allgemeingültiges Zahlungsäquivalent 
  • Es gibt Besitz, aber kein Eigentum – auch nicht an geistigen Produkten
  • Es gibt keinerlei politische Strukturen (Staaten, Regierungen, Amtsträger, Gremien etc.), keine  Führungsstrukturen und keine Hierarchien
  • Die Menschen organisieren sich in Allmenden, die wiederum Provinzen, Regionen, Erdteilen und  Kontinenten zugehören; die Zuordnung ist zuvorderst von nominaler Bedeutung
  • Alle wo auch immer geförderten Rohstoffe, hergestellten Produkte und Dienstleistungen werden in einem globalen Poolregister erfasst und können bei Bedarf (und nach logistisch-umweltverträglichen Maßstäben) abgerufen werden
  • Jede Allmende ist bemüht, einen oder mehrere Beiträge zum globalen Pool zu erbringen; es besteht indessen kein Zwang hierzu
  • Die Produktion von Gütern, Informationen, Wissen und Dienstleistungen sowie die   Förderung von Rohstoffen, die in der Regel nur arbeitsteilig zu bewältigen ist, erfolgt in  Projekten, in Absprache mit anderen Projekten und gemäß der Bedarfsanalyse 
  • Alle benötigten Güter und Dienstleistungen sowie technischen und wissenschaftlichen Kenntnisse werden im Pool erfasst
  • Regionale und kulturelle Eigenheiten wie Sprachen, Traditionen, Fertigungstechniken, Religionen etc. werden als wichtige und geschätzte Beiträge zur menschlichen Gesellschaft erachtet               

 Hier noch einige wenige Auszüge aus dem Verdikt: 

Da jedem Menschen einsichtig werden muss, dass er die Natur und die Dinge, die sich mittels ihrer herstellen lassen, für die Dauer seines Lebens nur borgt, wird das Prinzip des Eigentums abgeschafft.

Besitz im Sinne der Nutznießung der im Alltag benötigten und für den Erhalt der Gesundheit, der Privatsphäre und der geistigen Interessen wichtigen materiellen Güter wird indessen als Grundvoraussetzung für die gedeihliche Entwicklung jedes Einzelnen betrachtet. Das Ziel und das natürliche Interesse jeder Gemeinschaft sollte es daher sein, diese Besitztümer zu garantieren.

Der Erhalt der Lebensvoraussetzungen auf dem Planeten hat höchste Priorität und ist das selbstverständliche Ziel jeder Allmende. Dies bedeutet

–   den bewussten und bedachten Umgang mit den Ressourcen

–   den Erhalt oder die Wiederherstellung von natürlichen Lebensräumen und ökointelligent bewirtschafteten Anbaugebieten   

–   die Wiederbelebung der psychischen, sozialen und kognitiven Qualitäten des auf Gemeinschaft,  Kooperation und produktiven Austauschs beruhenden Umgangs miteinander    

Mit der Abschaffung der marktwirtschaftlichen Produktion, in der Verschleiß und Verschwendung Grundlage der Profitmaximierung waren, erhalten der praktische Nutzen der Dinge – ihr Gebrauchswert – sowie deren Langlebigkeit und Funktionalität wieder den ihr gebührenden Status.

Der Übergang aus dem kapitalistischen System in die neue ‚Weltordnung‘ erfordert zunächst nur einige wenige Vorgaben, die einzuhalten sind. Doch trotz zahlreicher Studien und Hochrechnungen ist schwerlich absehbar, wie genau sich die Umstrukturierung vollziehen wird und mit welchen Schwierigkeiten zu rechnen ist.

Behutsamkeit ist das Motto innerhalb der Radikalität des Wandels.

Zu Beginn des Umbaus hat die Bildung von Metaprojekten, welche die Strom- und Netzverbindung aufrechterhalten und dafür sorgen, dass die globale Kommunikation funktioniert, höchste Priorität.

Zur Organisation der Produktion, Distribution und der Aufrechterhaltung der Infrastruktur werden innerhalb der Allmenden Lokale Projekte (= selbstorganisierte, hierarchiefreie Gruppen mit einer maximalen Größe von 200 Menschen) gebildet. Ihre Aufgabe ist es, die Gegebenheiten vor Ort – wozu sowohl die geographisch-klimatischen gehören als auch bisherige Produktionsstätten und -verfahren – zu nutzen, um Beiträge zum Pool zu leisten. Der Umbau zu einer ökologisch-nachhaltigen Produktionsweise ist dabei im Interesse jedes Lokalen Projekts und jeder Allmende. 

Es gehört zu den Aufgaben einer Allmende, die örtlichen Gegebenheiten daraufhin zu überprüfen, ob sie sich zur Initiierung eines neuen Lokalen Projekts eignet.

Alle Produkte – worunter auch Dienstleistungen, Forschungsergebnisse und Kulturgüter zählen – werden als Beiträge dem globalen Pool zugeführt.

Jede Allmende sorgt über ihre Lokalen Projekte dafür, Beiträge zum Pool zu leisten, und überdies muss sie für den Erhalt oder Ausbau der eigenen Infrastruktur Sorge tragen. In gebietsübergreifenden Metaprojekten schließen sich wiederum Menschen zusammen, die z.B. das Transport- und Kommunikationswesen aufrechterhalten, wissenschaftliche Projekte, Analysen und globale Studien durchführen, etc.

Prinzipiell hat JEDE Allmende Zugriff auf den globalen Pool, auch wenn es ihr nicht gelingen sollte, eigene Beiträge zu leisten. Es wird davon ausgegangen, dass Beitragslosigkeit stets ernsthafte Gründe hat – wie etwa Naturkatastrophen – und Deprivation einer Lösung der lokalen Probleme lediglich entgegensteht.

Anzustreben ist der volle Zugang zu Bildung, Kulturgütern und technischen Entwicklungen.

Der konsequente Zugang zu Bildung und ‚Weltwissen‘ lässt erwarten, dass die Populationen zahlenmäßig stabil bleiben und ein großes Interesse daran herrscht, die damit leichter zu erreichende Homöostase mit der Natur und in den Gesellschaften zu erhalten.

So die Auszüge aus dem umfangreichen Verdikt. Was es an dieser Stelle noch zu erwähnen gilt, ist die Tatsache, dass der Wandel 2027 mit maximalen Unbehagen eingeleitet wird. Wie sollte es auch anders sein, ist doch völlig unabsehbar, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Was passiert, wenn plötzlich ALLES anders ist, wirklich absolut keine der Jahrhunderte alten Spielregeln mehr gilt, jegliche Herrschaft und Führung wegfällt, ja nicht mal mehr die Konkurrenz zwischen Nationen existiert. Ist nicht schlicht ein heilloses Chaos zu erwarten?

Teil II:

Globale Alternative – eine neue Zeit beginnt 

Jonathan möchte mitmachen. Ein Spiel, in dem es um die Gestaltung einer zukünftig möglichen Gesellschaft geht … ? – ja, das reizt ihn.

Er geht ins Menü. Als erstes ruft er das Tutorial ‚Einstieg‘ auf. Hier werden ihm die beiden Ebenen vorgestellt, auf denen man am Spiel teilnehmen kann. Die erste Ebene ist die der Allmenden. Es erscheint eine Weltkarte, auf der die bereits existierenden Allmenden angezeigt werden. Tippt man eine an, erhält man auf einer Infotafel eine Menge wichtiger Informationen über sie: Zahl der Mitglieder, existierende Projekte, geplante Projekte, geographische Lage, Infrastruktur, Klima, Naturbesonderheiten etc. – und entscheidet sich dann eventuell für eine. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, ein Profil von sich zu erstellen (was kann ich, was will ich, was ist mir wichtig) und Vorschläge für Allmenden zu erhalten, die dem Profil am besten entsprechen.

Die zweite Ebene ist die der Metaprojekte. Metaprojekte befassen sich mit transregionalen und globalen Aufgaben, zum Beispiel der Aufrechterhaltung des Kommunikationsnetzes, der Organisation des Transportwesens oder der Koordinierung der weltweiten Ressourcenbestände. Metaprojekte befassen sich auch mit der Erhebung biogeologischer und meteorologischer Daten und mit dem Ausarbeiten von entsprechenden ökologisch angemessenen Nutzungs- und Anwendungsmodellen in Zusammenarbeit mit den Allmenden, was besonders wichtig ist für Landwirtschaft und Wasserversorgung. In Metaprojekten beschäftig man sich aber auch mit so etwas wie der Konfliktbewältigung zwischen und in den Allmenden und dem gemeinsamen Ausarbeiten von Lösungsmodellen. Undundund …

Jonah hat sich inzwischen dafür entschieden, seine Allmende nach der geographischen Lage  und seinen Sprachkenntnissen gemäß zu wählen. Er hat sich für ‚Europa‘ (siehe 4. Spielregel) entschieden, dort verschiedene Allmenden angetippt, die Infotafeln zu ihnen gelesen und sich schließlich für die Allmende ‚Bonjour‘ in einer mittelgroßen Stadt entschieden. Sollte es ihm dort nicht gefallen, kann er selbstverständlich auch in eine andere wechseln. Wäre das der Fall, würde er sich als nächstes für eine in ‚Peru‘ entscheiden, das weiß er schon.

Er tippt auf die Allmende und es erscheint ein Bild von ihr aus der Vogelperspektive mit der Aufforderung, sich ein kurzes Tutorial anzuhören. In ihm werden ihm die Spielregeln vorgestellt und erläutert. Es wird ihm vorgeschlagen, sich in der Allmende anzumelden und zu fragen, ob ein Guide zur Verfügung steht (wenn gerade nicht, kann er einen Termin vereinbaren und muss sich dann eventuell noch ein wenig gedulden). Allmende-Guides sind stets Mitglieder der jeweiligen Allmende, die gerne ihr Wissen weitergeben und auch auf dem neusten Stand der Dinge sind.

Selbstverständlich kann er die Allmende auch auf eigene Faust erkunden. Das ist anstrengender und weniger ergiebig, doch fallen eventuelle Wartezeiten weg.

Und wie das in einem Narrativ so ist: Jonah hat Glück. Gleich zwei Allmende-Mitglieder melden sich. Wohlgemut geht er auf ‚Mein persönlicher Start‘.

Und befindet sich abrupt auf einem Platz, der von 3-4-stöckigen Gebäuden gesäumt wird und an dem eine Straße vorbeiführt. Er sieht sich um. Offenbar ist es auch hier Herbst – genau wie dort, wo sein PC steht …

Empfangen wird Jonah von Toni und Micha.

Micha: Hallo, du bist also Jonah. Herzlich willkommen in Bonjour und unserer Stadtteil-Allmende! Was möchtest du als erstes tun? Sollen wir dir unseren Stadtteil zeigen und dir gleichzeitig etwas über die Community erzählen?

Jonah: Moinmoin. Klar, gerne. So einiges weiß ich ja schon von eurer Infotafel.

Micha: Prima. Vielleicht willst du dich gleich hier mal umgucken? Wir sind auf einem der vielen kleinen Plätze, die die Stadt jetzt hat. Dort ist Norden!

Jonah dreht sich einmal um sich selbst. Nach Norden hin sind im Hintergrund die Spitzen einer Kirche und zwei Tower sowie die obersten Geschosse von Hochhäusern zu erkennen. Im Osten sieht Jonah ein paar Hügel, die sich auch noch nach Süden hinziehen und überwiegend mit nicht allzu hohen Gebäuden bebaut sind. Ein Funkturm ist zu erkennen. Nach Westen hin ist es relativ flach. In weiter Ferne lassen sich undeutlich zwei Kühltürme ausmachen. Jonahs Blick bleibt daran hängen.

Jonah: Ist das dort das AKW?

Micha und Toni nicken.

Toni: Du hast dich wirklich schon gut informiert. Dann weißt du sicher auch, dass das AKW eines der größeren Probleme ist, die wir hier zu bewältigen haben.

Jonah: Allerdings. Ich hab‘ mir sogar schon überlegt, ob ich mich da einbringe.

Micha: Oh, das wäre super! Hast du irgendwie eine Ahnung davon?

Jonah: Naja, ich bin MechanikerIn und hatte schon mal einen Einsatz in einem AKW. Vorher und hinterher habe ich so einiges drüber gelesen.

Toni: Eine gute Voraussetzung. Wenn du willst, kannst du in unserem AKW-Projekt noch viel mehr erfahren.

Jonah: Gerne. Aber doch nicht jetzt gleich, oder? Ich meine, jetzt bin ich erstmal neugierig auf die Allmende und auf Bonjour.

Micha: Dafür sind wir ja hier, um genau dieser Neugierde zu folgen. Was ist dein erster Eindruck, wenn du dich hier umguckst?

Jonah: Hm. einerseits wirkt ja alles irgendwie vertraut, andererseits aber auch fremd.

An den Häusern rundum sind noch ein paar Insignien der einstigen Geschäftswelt auszumachen: Leuchtreklame und Schilder mit Namen wie ‚Backwerk‘ ‚Tchibo‘, ‚Sinn und Leffers‘, ‚Café Frölich‘ etc. Was sich jetzt in ihnen befindet, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. An vielen Fassaden ranken Pflanzen, manche von Balkonen aus, sie sind noch niedrig.

Der Platz selbst weist eine Ecke mit fünf großen Platanen auf, unter denen Bänke und Tische und andere Sitz- und Liegegelegenheiten stehen. Zwei Tischtennisplatten, ein Schachfeld und ein langer, überdachter Sandkasten runden das Angebot ab.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes ist ein kleines Areal umzäunt. Jonah deutet darauf. 

Jonah: Was wird da gemacht?

Toni: Kabelarbeiten. Die Häuserzeile da drüben hat gerade keinen Internetzugang. Das ist nicht so dramatisch, weil man sich aushilft, aber der Anspruch ist doch, dass alle stets Zugang haben. Insgesamt wird das Netz allerdings weniger beansprucht als früher.

Jonah: Warum? Sag bloß, es gibt keine Spiele mehr!

Seine Guides grinsen.

Micha: Das wär ja was!: Wir sind hier in nem Zukunftsspiel, in dem es dann keine Spiele mehr gibt?! Nein, natürlich gibt es Spiele. Haufenweise sogar. Wer ne Idee hat, kann schließlich ein Projekt gründen und schauen, ob er genügend andere findet, die mitwachen wollen. Programmieren gehört außerdem zu den festen Bildungsangeboten, das kann hier jeder jederzeit erlernen. Wir sind noch nicht ganz sicher, warum die Nutzung zurückgegangen ist, aber vorerst ist es so. Vielleicht haben sich andere Interessen in den Vordergrund geschoben.

Jonah (nachdenklich):  Hm … Aber sagt mal: ist es hier eigentlich immer so still? Ist ja geradezu unheimlich.

Toni lacht.

Micha: Du bist genau um die Mittagszeit angekommen, da essen die meisten, und da es schon recht kühl ist, tun sie das drinnen. Das wird sich gleich …

Es ist das unverkennbare Bimmeln einer Straßenbahn zu hören, und alle drei drehen sich um.

Toni: Kommt, lasst uns mal von den Schienen gehen.

Jonah: Super, hier gibt es also noch eine Straßenbahn!

Micha: Ja. Sie zu erhalten war einer unserer ersten Beschlüsse. Inzwischen gibt es ein Projekt, das sich um die Verlegung neuer Gleise kümmert, und ein anderes, das sich einem Metaprojekt angeschlossen hat zum Bau von Triebwagen und Waggons.

Ansonsten ist hier nicht viel Verkehr, wie du gleich feststellen kannst. Also auch nach der Essenszeit.

Jonah: Die meisten sind jetzt also zuhause?

Toni: Zuhause? – nein, da essen nur noch die wenigsten. Es gibt hier überall Gemeinschaftsküchen. Aber wer will, kann sich natürlich auch zuhause sein Essen zubereiten.

Jonah: Aha, so ist das also. Ich koch eh nicht gerne (grinst), würde mich also gleich in sooner Küche anmelden. Aber wegen der Waggons … – ich hab gelesen, was ein Metaprojekt ist. Welchen Beitrag leistet denn eure Allmende zur Herstellung der Waggons? Wie funktioniert das?

Micha: Zwei aus unserer Allmende sind als Ingenieure bei der Produktsicherung. Darüber hinaus nutzen wir eine Anlage bei uns, um die Fenster für die Waggons herzustellen.

Jonah: Aha. Gibt es denn sowas wie ein Hauptwerk?

Micha: Ja, klar. Es liegt bei einer 130 km entfernten Stadt. Weil unsere Allmende über die Fensterherstellung und wegen der Expertise zweier unserer Leute eng zusammenarbeiten, fährt alle zwei Tage ein Kleintransporter dorthin.

Jonah: Warum nur alle zwei Tage? Und wäre es nicht besser, sie würden gleich dahinziehen?

Micha: Diese Entscheidung ist jedem selbst überlassen. Solange die Ökobilanz stimmt, können solche Fahrten jedenfalls stattfinden. Die fertigen Fenster werden ja ebenfalls mitgenommen. In diesem Fall stimmt sie also. Außerdem fahren derzeit auch noch 5 Jugendliche mit, die dort eine Art Ausbildung machen und sich gerne Spezialwissen aneignen wollen.

Jonah: Auch so ein Thema. Du sagst Ausbildung. Aber gibt es denn überhaupt sowas wie Abschlüsse?

Micha: Nein, nicht so wie früher. Was man jetzt nach einer Lehrzeit – wenn man es denn so nennen will – erhält ist eine Bestätigung, dass die und die Kenntnisse nachweislich erworben wurden. Nehmen wir zum Beispiel Alisha, eine dieser Jugendlichen. Zuvor hat sie sich in die Elektromechanik eingearbeitet und ihre diesbezüglichen Kenntnisse freiwillig überprüfen lassen. Solche Tests sind dann eher ein Sport, in der Art: Kann ich das jetzt oder muss ich mich da nochmal mit befassen? Jedenfalls fasziniert sie das Thema, und jetzt will sie an der Weiterentwicklung der Antriebsverfahren für Loks mitarbeiten. Was ihr zweifellos gelingen wird.

Ein Lieferwagen fährt vorbei. Jonah sieht ihm interessiert nach, weil es sich hörbar um einen Diesel handelt, wird aber abgelenkt von einem Schwall Stimmen, der sich plötzlich hinter ihm auftut. Er/sie dreht sich um. Erwachsene und Kinder verlassen gerade eines der Gebäude. Plötzlich ist Leben auf dem Platz.

Einige Erwachsene und Jugendliche versammeln kleinere Kinder um sich und verschwinden mit ihnen in einem benachbarten Gebäude. Selbst aus der Entfernung ist auszumachen, dass es in ihm bunt zugeht – nicht nur die Fenster sind bemalt, sondern auch die Außenwand.

Jonah: Ist das ein Kindergarten?

Toni: Hm, ja, so kann man es schon nennen, wenn der Garten auch nur ein Teil davon ist.

Micha (lacht): Aber Toni, hast du schon vergessen, dass das ein Begriff aus der alten Welt ist und mit Garten ziemlich wenig zu tun hatte?

Toni kratzt sich am Kopf

Toni: Ach ja, klar. Eigentlich ja auch ein schönes Wort: Kindergarten. Aber bevor wir an dem Thema hängenbleiben: Tatsächlich ist das hier ein Angebot für die ganz Kleinen und deren Eltern, wenn sie ihre Kinder möglichst behütet wissen wollen. Es gibt ein Vormittags- und ein Nachmittagsprogramm, und Eltern und Kinder entscheiden sich für eines davon. Für die Eltern ist es natürlich genau dann richtig, wenn sie ihren Allmende-Arbeiten nachgehen wollen. Pro Erwachsener sind das derzeit noch so um die 12 Stunden pro Woche.

Jonah: 12 Stunden … – ich hab‘ das schon gelesen. Und es soll ja noch weniger werden. Echt cool!

Toni: Ja, das ist abzuwarten. Wir sind noch schwer im Aufbau, und manchmal hapert es auch noch mit der Organisation, und dann müssen plötzlich viele auf einmal mit anpacken.

Jonah: Kann ich mir vorstellen.

Micha: Und wo wir schon bei den Kindern sind – Schule gibt es auch in dieser Welt! Hm, jedenfalls ist uns noch nichts Besseres eingefallen … Was den Unterricht angeht, tauschen wir uns aber ständig mit den 15 anderen Allmenden der Stadt aus, weil wir insgesamt da noch ein wenig experimentieren und stadtübergreifend kooperieren. Aber nicht nur die Erfahrungen unserer Stadt-Allmenden stehen zur Verfügung, sondern auch die, die derzeit weltweit gemacht werden. Vorrang hat derweil die Erkenntnis, dass klare und zuverlässige Strukturen zumindest für Kinder bis zur Pubertät wichtig sind. Deshalb gibt es für sie tatsächlich feste Unterrichtsstunden, allerdings erst ab 9 Uhr morgens oder ab 14 Uhr am Nachmittag und auch nur 3-4 Stunden pro Tag. Die meiste Zeit haben sie also frei, aber wenn sie die Neugierde plagt, können sie auch das allgemeine Lehrangebot nutzen und dort schon mit dabei sein, also die Seminare besuchen oder in die Handwerke reinschnüffeln.

Jonah: Wie bitte?

Micha: Naja, das, was früher Schule, Lehre und Uni waren, haben wir anders organisiert. Grundsätzlich ist es so, dass das gesamte Lehrangebot prinzipiell allen offensteht, unabhängig von Alter und Vorbildung. Für die Organisation ist ein Metaprojekt zuständig. Wen das Ganze verwirrt, der kann sich dort beraten lassen.

Jonah: Ist ja interessant. Ich könnte mir jetzt also z.B. Physikvorlesungen anhören? Oder Mathe? Und dann könnte ich noch einen Elektrokurs machen oder so? Oder wie man unterrichtet? Cool!

Toni: Ja, genau. Allerdings ist das alles noch im Aufbau, wie gesagt, sowohl was das Angebot angeht als auch die Räumlichkeiten.

Micha: So gut wie entschieden ist jedenfalls, dass wir das ehemalige Bankgebäude zur Schule umfunktionieren. Eine Uni gab‘s hier in der Stadt nämlich nicht, also auch nicht die entsprechenden Gebäude und ihre Ausstattung. Aber um deine Frage zu beantworten: im Prinzip, ja, was immer du willst. Zeit dafür hast du ja reichlich.

Jonah: Wie muss man sich das vorstellen, hier im Spiel? Denn auch wenn ich überglücklich wäre, in meiner realen Arbeitswelt nur 12 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen, so kann ich schließlich keine realen 12 Stunden hier ins Spiel investieren.

Toni: Gut, dass du die Frage stellst. Arbeitsabläufe können im Spiel natürlich nur formalisiert dargestellt werden. Machen wir das an einem Beispiel fest. Du sagtest, du hättest Interesse, dich an der Sanierung des ehemaligen Atomkraftwerks zu beteiligen. Bleibt es dabei, wirst du umgehend über den Stand der Dinge informiert: das und das wurde bisher mit soundsoviel Beteiligten erledigt, Folgendes muss noch gemacht werden, und mit diesen Problemen haben wir es zu tun … – usw. Das Projekt lädt dich ein, eigene Überlegungen und Vorschläge einzubringen und auch die Anzahl von Stunden zu nennen, die du – im Spiel – bereit wärst, im Projekt zu arbeiten.

Jonah: Und woher weiß man … – ach so, klar: Aus Erfahrungsdaten und mittels Logarithmen wird berechnet, wieviel Arbeitszeit gebraucht wird. Oder?

Micha: Genau.

Toni: Und wie ist das mit den sogenannten Problemen?

Micha: Da wird erst einmal recherchiert und mit anderen Projekten korrespondiert, welche bisherigen Lösungsansätze es gibt und ob sich eine davon unter den gegebenen Bedingungen durchführen lässt. Wenn nicht – manchmal tun sich ja auch neue Probleme auf – wird erstmal in einer lokalen Runde zielführend diskutiert und versucht, eine Lösung zu finden. Ist dies nicht möglich, wird die Problemlösungssuche global fortgesetzt.

Jonah: Wie kann denn im Spiel ein reales Problem überhaupt auftauchen? Ich meine, wie soll das denn gehen?

Toni: Nur über Hochrechnungen. Ein einfaches Beispiel: Das AKW-Projekt lässt verlautbaren, dass sich das Flusswasser, das bisher genutzt wurde, um die Brennelemente in den Abklingbecken zu kühlen, durch den diesjährigen heißen Somme dermaßen erwärmt hat, dass es zum Kühlen zunehmend ungeeignet wird. Aktuell weiß man im Projekt nicht, wie das Problem gelöst werden soll. Eine erste Ideenrunde – dazu wärst auch du eingeladen worden – ist gelaufen und wird vorgestellt, Machbarkeitsprüfungen dazu laufen – über Hochrechnungen. Außerdem wird das Problem inklusive zahlreicher Daten und Angaben zu den lokalen biogeologischen Bedingungen ins Netz gegeben und damit eine Anfrage an alle anderen AKW-Projekte gestellt. 

Jonah: Oh, cool. Das heißt, es kommen empirische und wissenschaftliche Werte aus aller Welt herein. 

Micha: So ist es.

Jonah: Bloß dass es da ein Problem gibt: In der realen Welt wollen sich die meisten Länder nicht in die Karten blicken lassen, schon gar nicht bei einem so sensiblen Thema wie der Atomkraft, oder?

Micha: Für bestimmte Bereiche hast du da sicher recht, denn in der realen Welt konkurrieren die Nationen gegeneinander. Die Tatsache, dass die von der Kernenergie erzeugten Probleme die ganze Menschheit betreffen, fällt den nationalen Interessen zum Opfer. Das Spiel könnte hier zu einem guten Forum werden, um das verstärkt ins Bewusstsein zu bringen. Und ja: nicht alle Probleme lassen sich lösen.

Toni: Jetzt sind wir aber mit unseren Überlegungen tatsächlich gleich in einem Extrembereich gelandet. 99 Prozent der zu bewältigenden Aufgaben sind ja viel, viel  einfacher gestrickt. Es müssen Dinge hergestellt werden, die wir für ein gutes Leben brauchen – also Nahrungsmittel, Kleidung, Möbel, allerlei Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, Maschinen, Wohnraum, Wärme, Medikamente usw. Dafür wiederum braucht es eine funktionierende Infrastruktur mit Strom, Wasserversorgung und -entsorgung, Transportmöglichkeiten. Und dann gibt es noch die Aufgabenbereiche, in denen es darum geht, die natürlichen Grundlagen wiederherzustellen, soll heißen, Biotope zurückzugewinnen. Für all diese Arbeiten gibt es Unmengen von Daten, was die Erfordernisse zu ihrer Bewältigung angeht. Und die werden genutzt, um im Spiel sozusagen durchzurechnen: Was wird denn an Arbeitszeit, an Materialien, Rohstoffen und Kenntnissen gebraucht, um diese neue Ökonomie funktionieren zu lassen?

Jonah: Das ist wirklich faszinierend. Aber, um noch mal auf den eigenen Einsatz zurückzukommen: Wie läuft das konkret ab? Wie werden meine Stunden berechnet?

Toni: Du erhältst ein eigenes digitales Logbuch, in dem verzeichnet ist, zu was du dich mit wieviel Stunden angemeldet hast. So behältst du den Überblick.

Micha: Stell es dir so vor: Sagen wir mal, in Bonjour ist ein Häuserblock noch ohne Internetkabel. Nachdem das nötige Material organisiert worden ist, wird also gefragt: wer hilft bei der Verlegung? Wer hat noch Zeit dafür, ohne die 12 Stunden zu überschreiten? Du hast gerade noch die Kapazität von 3 Stunden frei und meldest dich. So einfach ist das.

Jonah: Ist das mit den 12 Stunden eigentlich ein Muss?

Micha: Nein, prinzipiell wird keiner gezwungen.

Jonah: Ach, und das funktioniert?

Toni: Bei solchen Fragen merkt man gleich, wie es in der ‚alten Welt‘ zugeht (grinst) … Hier ist alles anders. Ja, soweit funktioniert das bestens. Jede und jeder kann etwas, und wer nimmt, gibt offenbar auch gerne. Eben das, was er oder sie kann. Das kann die Reparatur einer Elektroleitung ebenso sein wie das Schreiben eines Romans. Das ist ganz egal. Würde jemand wirklich absolut nichts für die Allmende oder ein globales Metaprojekt tun wollen, so ist ihm oder ihr das freigestellt. Schließlich kann es zahlreiche Gründe dafür geben.

Jonah: Muss er oder sie die sagen?

Toni: Nein! Wo kämen wir denn hin.

Jonah: Und hat er oder sie trotzdem vollen Zugang zum Pool?

Toni: Selbstverständlich.

Jonah: Hm.

Micha (lacht): Ja, das ist schwer nachzuvollziehen, nicht wahr? Aber du wirst sehen, es funktioniert. Zumindest das können wir, glaube ich, jetzt schon sagen.

Fortsetzung folgt